Drahtfiguren zu Erzählungen von Franz Kafka























Fotos von info@mareyckefrehner.ch

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Franz Kafka lebte von 1883 bis 1924 und ist einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts. Sein Grundthema ist der ausweglose Kampf des Individuums gegen verborgene, doch allgegenwärtige anonyme Mächte, die sich ihm entgegenstellen. Sein Werk zählt zur Weltliteratur.


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"Die Verwandlung" erzählt vom Tuchwarenvertreter Gregor Samsa. Eines Morgens erwacht er "aus unruhigen Träumen" und findet sich in seinem Bett in ein "ungeheueres Ungeziefer"verwandelt. Er hat jahrelang für den Lebensunterhalt für die Eltern und seine Schwester gesorgt und wird jetzt von dieser Familie durch eine Gewalteinwirkung des Vaters getötet.

 

"In der Strafkolonie" wird das unmenschliche Rechtssystem einer Strafkolonie erzählt. Es besteht darin, dass jeder Angeklagte, unabhängig von seiner Schuld, von einem "eigentümlichen Apparat" stundenlang gefoltert und schliesslich getötet wird. 


"Ein Hungerkünstler" nimmt, eingesperrt in einen engen Käfig, tagelang keine Nahrung zu sich und ist die Attraktion für Schaulustige aus der ganzen Stadt. Nach einiger Zeit verliert das Publikum das Interesse an seiner "Kunst" und der Hungerkünstler stirbt einsam und verlassen in seinem Käfig. 

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Martin Senn (1954) ist eidg. dipl. Grafiker, Illustrator und cartoonist. Seit über zehn Jahren arbeitet er mit Draht. Die Figuren aus der Kafka-Serie sind aus Draht und Modelliermasse.


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"Als Kafka-Wissenschaftler empfinde ich Martin Senns Arbeiten als kreative und überzeugende Auseinandersetzungen mit kafkas Werken. Auch und vor allem die Foto-Serie zur "Verwandlung" und zum "Hungerkünstler" zählen meines Erachtens zu den besten Visualisierungen und künstlerischen Adaptionen dieser Texte, die ich gesehen habe".


Barry Murnane   Direktor des Kafka-Forschungszentrum an der Unversität Oxford



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Fotoserien von Rainer Wolfsberger, Zürich  Wolffoto.ch