Martin Senn (*1954) ist eidg. diplomierter Grafiker.  Als freischaffender Illustrator zeichnete er 25 Jahre für Zeitschriften und _

Martin Senn (*1954) 

machte seine Ausbildung zum eidg. dipl. Grafiker in der Fachklasse der Schule für Gestaltung St.Gallen. Danach arbeitete er in verschiedenen kleinen Ateliers. Nach einigen Aufenthalten im Ausland zog er in die schon damals schweizerische Medienhauptstadt Zürich und machte sich selbständig als Illustrator und Cartoonist. Er zeichnete für Zeitschriften und kleine Werbeagenturen. Von 1984 an war er über 10 Jahre freier Mitarbeiter beim Satire-Magazin Nebelspalter. Einige seiner Cartoons wurden in die Sammlung des damals neuen Cartoonmuseums Basel aufgenommen vom Gründer, ersten Kurator und bekannten Karikaturisten Jörg Spar (JÜSP) persönlich.

1995 gab es im Nebelspalter einen grossen Umbruch und ein Teil der Zeichner wurde entlassen. Senn kaufte sich einen Mac und lernte autodidaktisch die gängigen Grafikprogramme. So konnte er mehrere neue Agenturen als Auftraggeber gewinnen. Nach dem Jahr 2000 begann er, neben den kommerziellen Aufträgen, künstlerisch zu arbeiten und entdeckte für sich den schwarzen "geglühten" Eisendraht als Gestaltungsmittel..

"Mit schwarzem Draht und feiner Zange formt er seine Striche in den Raum und zeichnet so Gegenstände, Figuren und Szenen filigran wie mit dem Stift ins Dreidimensionale. Er entwickelt das zweckgebundene Material weiter und erzählt vom seelischen Zustand der Bedrängnis, vom innern Hadern, vom Abseitsstehen, immer gespickt mit einer Prise Humor und Selbstironie".

Kulturjournalist Fred Zauggverschiedene kleine Werbeagenturen. Von 1984 bis 1995 war er regelmässiger Cartoonist im Satire-Magazin Nebelspalter. Seit 2008 arbeitet er vorwiegend mit Draht.